Pollersysteme: Intelligente Zufahrtskontrolle für Stadt, Gewerbe oder Privatgelände
Fahrbahnschwellen, elektrische Schranken oder Poller und Absperrpfosten: Die moderne Verkehrstechnik bietet zahlreiche Möglichkeiten, um den Verkehrsfluss zu regeln, sowohl auf Privatgrundstücken und Firmengeländen als auch im öffentlichen Raum.
„Sperrpfosten“ grenzen Verkehrsbereiche klar voneinander ab, ohne den Durchgang dauerhaft zu blockieren. Während in kleineren, überschaubaren Bereichen meist einfache, fest verankerte oder manuell herausnehmbare/umklappbare Poller installiert werden, kommen in sicherheitsrelevanten oder stark frequentierten Bereichen oft elektrisch oder hydraulisch betriebene Pollersysteme zum Einsatz.
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Vorteile: Mehr Flexibilität durch versenkbare Polleranlagen
Automatische Pollersysteme werden überall dort genutzt, wo es erforderlich ist, Zufahrtsbereiche physisch zu begrenzen und bei Bedarf dennoch öffnen oder schließen zu können. In Innenstädten halten versenkbare Polleranlagen beispielsweise Lieferzonen frei oder schirmen Fußgängerbereiche vom motorisierten Verkehr ab. Auf Betriebsgeländen oder privaten Grundstücken verhindern sie unbefugte Zufahrten und dienen somit der geregelten Zugangskontrolle.
Vorteile versenkbarer Poller:
- Flexible Nutzung: Zufahrten können zeit‑ oder ereignisabhängig geöffnet und gesperrt werden, beispielsweise zu festen Lieferzeiten oder für bestimmte Nutzergruppen.
- Zentrale Steuerung: Mehrere Zufahrtsbereiche lassen sich softwaregestützt kontrollieren, ohne dass dafür Personal vor Ort erforderlich ist.
- Parallele Ansteuerung mehrerer Poller: Eine Steuereinheit kann bis zu vier Poller gleichzeitig ansteuern.
- Optisch unauffällig: Aufgrund ihrer schlichten, runden Form sind Pollersysteme deutlich dezenter als Schrankenanlagen. Unterschiedliche Ausführungen ermöglichen außerdem eine harmonische Einbindung in das bestehende Stadtbild oder die bereits vorhandene Architektur.
Versenkbare Polleranlagen bieten somit eine flexible und optisch dezente Möglichkeit, Zufahrten sicher zu regeln und je nach individuellen Anforderungen situativ freizugeben.
Gewusst wie: Aufbau und Funktionsweise eines Poller-Systems
Genau wie andere Zugangskontrollsysteme, wie z.B. elektrische Schranken und Drehkreuze, setzen sich Poller-Systeme ebenfalls aus mehreren Komponenten zusammen, die perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen, um den Verkehrsfluss innerhalb eines bestimmten Bereichs sicher lenken und einzelne Flächen zuverlässig freigeben oder sperren zu können.
Vom Fundament bis zur Steuerzentrale: Technische Komponenten innerhalb eines Poller-Systems
Moderne Polleranlagen bestehen für gewöhnlich aus dem Poller selbst sowie einer zentralen Steuerungseinheit, an die verschiedene Sicherheitseinrichtungen und wahlweise eine oder mehrere „Zutrittskontrollen“ angeschlossen werden:
- Poller-Rohr: „Herzstück“ des Pollersystems; wird in der Regel aus beständigem Edelstahl gefertigt und ist in verschiedenen Höhen (60 bis 80 cm) erhältlich.
- Fundament: Verankert die Poller sicher im Boden und schützt die empfindliche Technik vor Witterungseinflüssen. Eine optionale Pollerheizung, die im Pollerschacht montiert wird, sorgt auch bei Temperaturen von unter -15°C für einen reibungslosen Betrieb.
- Antriebseinheit: Zuständig für das Heben und Senken der Poller; meist hydraulisch oder elektrisch, reagiert auf Steuerbefehle aus der Zentrale. Im Falle eines Stromausfalles kann der Poller so eingestellt werden, dass er automatisch herunterfährt.
- Zufahrtskontrolle & Sicherheitsmechanismen: Verschiedene Komponenten gewährleisten einen durchgehend sicheren Betrieb der Anlage, selbst im Störungsfall. Gleichzeitig informieren akustische und visuelle Signale über den aktuellen Betriebszustand. Ein oder mehrere Zutrittskontrollen stellen sicher, dass nur befugte Personengruppen den festgelegten Bereich passieren können.
- Steuerzentrale: koordiniert die Bewegungen aller Poller, empfängt Signale von Sensoren und gibt entsprechende Anweisungen an die Antriebseinheiten weiter. Über eine Steuereinheit können bis zu 4 Poller parallel betrieben werden.
Die Verbindung zwischen Steuerzentrale und Poller kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, entweder über direkt verdrahtete Steuerleitungen, über LAN oder per Funk – je nach Anlagenstruktur und den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten.
Zufahrt nach Plan: Möglichkeiten der Zutrittskontrolle
Die Steuerung eines Pollersystems erfolgt über verschiedene Zugangsmechanismen. Häufig kommen dieselben Systeme zum Einsatz, die auch bei elektrischen Schrankenanlagen verwendet werden. Dazu gehören Handsender, Schlüsselschalter, RFID-Transponder, Tastaturen (Keypads) oder Kennzeichenerkennungssysteme.
Je nach Anforderung lässt sich die Zutrittskontrolle dabei an individuelle Nutzungszeiten, Personen oder Fahrzeuge anpassen. So können beispielsweise Lieferzonen zeitlich freigegeben oder ausschließlich für registrierte Nutzergruppen geöffnet werden. Eine Kombination mehrerer Steuerarten erhöht die Bedienfreundlichkeit und Sicherheit. So kann der Poller beispielsweise per RFID-Transponder und über eine Kennzeichenerkennung angesteuert werden.
Induktionsschleife, Laserscanner & Co.: Sicherheitseinrichtungen bei Polleranlagen
Zum Schutz von Personen und Fahrzeugen verfügen moderne Pollersysteme über verschiedene Sicherheitsmechanismen. Optische und akustische Signale wie beispielsweise LED-Ringe, Warnleuchten, Summer oder eine externe Ampel zeigen den aktuellen Betriebszustand an und gehören mittlerweile zur Standardausrüstung. Ein im Poller verbauter Druckwächter garantiert außerdem, dass sich der Poller automatisch absenkt, sobald er auf ein Hindernis trifft.
Zur zusätzlichen Absicherung können zudem, je nach Einsatzzweck, folgende Sicherheitseinrichtungen Anwendung finden:
- Induktionsschleifen reagieren auf metallische Objekte und eignen sich somit hervorragend zur Erkennung von Fahrzeugen. Personen werden allerdings nicht erfasst, weswegen sie stets mit einem weiteren Sicherheitssystem kombiniert werden müssen. Induktionsschleifen sind eine bewährte Lösung zur Sicherung von Polleranlagen. Sie werden direkt im Boden verlegt und sind dadurch gut vor möglichem Vandalismus geschützt.
- Lichtschranken nutzen Infrarotstrahlen, wodurch sich sowohl Fahrzeuge als auch Personen zuverlässig erkennen lassen. Die Absicherung ist jedoch eher punktuell (eine Linie). Um den gesamten Gefahrenbereich abzudecken, empfiehlt sich daher auch hier die Kombination mit einem anderen Sicherheitssystem.
- Radarsensoren erfassen Objekte über Funkwellen. Sie sind weitgehend unempfindlich gegenüber Einflüssen wie Regen, Nebel oder Schnee und gewährleisten einen zuverlässigen Betrieb auch unter anspruchsvollen Bedingungen.
- Laserscanner erzeugen ein zweidimensionales Messfeld und detektieren alle Objekte im überwachten Bereich, auch nichtmetallische. Sie verfügen somit über eine hohe Erkennungssicherheit, und können autark betrieben werden, sind jedoch empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und Vandalismus – und in der Anschaffung deutlich teurer als eine einfache Induktionsschleife.
Welches Sicherheitssystem im Einzelfall infrage kommt, ist immer eine Frage der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Neben dem gewünschten Einsatzzweck, dem Budget und der Nutzergruppe haben beispielsweise auch das Wetter und die Vegetation einen Einfluss darauf, ob ein Laserscanner oder eine Kombination aus Induktionsschleife und Lichtschranke die bessere Wahl ist.
Eine sorgfältige Planung und fachgerechte Abstim sind daher das A und O für einen störungsfreien und sicheren Betrieb der Anlage.
Sprechen Sie uns an, gerne machen wir uns in einer Vor-Ort-Besichtigung ein genaues Bild von Ihrer Situation. Gemeinsam finden wir die Lösung, die am besten zu Ihnen und Ihren Bedingungen passt.
Schranken oder Poller-System? – Das passende Sperrsystem für jeden Einsatzzweck
Schrankenanlagen und Pollersysteme dienen beide der Zufahrtssteuerung, erfüllen aber jeweils andere Funktionen. So dienen elektrische Schrankensysteme in erster Linie der Zufahrtskontrolle, etwa auf Parkflächen oder Betriebsgeländen. Pollersysteme sichern hingegen den Bereich selbst und bieten einen zusätzlichen physischen Schutz, auch bei höheren Sicherheitsanforderungen.
Aufbau und Installation: Eine Frage des Fundaments
Für die Installation einer elektrischen Schrankenanlage ist lediglich ein einfaches Betonfundament erforderlich, auf das die spätere Konstruktion anschließend montiert wird. Das macht die Tiefbauarbeiten vergleichsweise unkompliziert und kostengünstig. Für das Errichten einer Polleranlage bedarf es hingegen eines ca. 1,55 Meter tiefen Aushubs (bei einer Pollerhöhe von 80 cm, inklusive Drainage). Nur so lassen sich die versenkbaren Edelstahl-Zylinder sicher verankern. Vor diesem Hintergrund sind Schranken leichter zu installieren, Pollersysteme aber widerstandsfähiger gegenüber Vandalismus.
Einsatzfelder: Frequenz vs. Ästhetik und Flexibilität
Schrankenanlagen eignen sich ideal für Bereiche mit hoher Beanspruchung und großen Durchfahrtbreiten. Ein einziger Holm sperrt Zufahrten bis zu 10 Metern Breite zuverlässig ab und ermöglicht so eine klare Trennung von Ein- und Ausfahrt.
Elektrische Schranken finden überwiegend in stark frequentierten Bereichen Anwendung, wie z.B. auf Parkplätzen oder Firmengeländen. Pollersysteme findet man hingegen vor allem dort, wo Ästhetik eine wichtige Rolle spielt und es darum geht, Bereiche nicht nur vor unbefugten Zufahrten zu schützen, sondern auch eine physische Barriere zu errichten. Sie werden daher oft in Innenstädten oder in Fußgängerzonen eingesetzt, um Bereiche flexibel abriegeln zu können.
Wirtschaftlichkeit: Anschaffungs- und Instandhaltungskosten
Pollersysteme verursachen in der Anschaffung deutlich höhere Kosten als Schrankenanlagen, da die Antriebstechnik aufwendiger ist und mehr Komponenten umfasst. Im Schnitt ist die Installation eines versenkbaren Pollers etwa doppelt so teuer wie die Anschaffung einer Schranke. Besonders bei breiten Zufahrten mit mehreren Pollern steigen die Gesamtkosten deutlich an.
Ähnliches gilt auch für die anfallenden Reparaturkosten: Während Schranken durch ihre einfache Mechanik im Schadensfall schnell und kostengünstig instandgesetzt werden können, ist die Reparatur eines Pollers meist deutlich aufwendiger. Damit sind Schranken im laufenden Betrieb wirtschaftlicher. Poller rechtfertigen den zusätzlichen Aufwand in Bereichen, in denen eine dauerhafte oder optisch zurückhaltendere Zufahrtskontrolle gefordert ist.
Poller und Absperrpfosten von Gausmann – flexibel, robust und praxisbewährt
Ob zur Verkehrssteuerung, Zufahrtskontrolle oder Absicherung sensibler Bereiche: Unsere Polleranlagen sind modular aufgebaut und lassen sich exakt auf den jeweiligen Einsatzbereich abstimmen. Sie verbinden robuste Verkehrstechnik mit intelligenter Steuerung und sorgen so für kontrollierte Zufahrten – von der Innenstadt bis zum Industriegelände.
Typische Merkmale unserer Poller-Systeme:
- Material: langlebiger, korrosionsbeständiger Edelstahl
- Modularer Aufbau: jederzeit erweiterbar oder nachrüstbar – auch im laufenden Betrieb
- Service: umfassende Planung, schnelle Lieferung sowie Montage und Wartung Ihres Pollersystems – alles aus einer Hand
- Zuverlässiger Antrieb: Hydraulik‑Aggregat vollständig im Poller integriert
- Pollerhöhen: 600 mm oder 800 mm für unterschiedliche Zufahrtsbereiche
- Sicherheitsausstattung: LED‑Leuchtring und akustisches Signal am Pollerkopf serienmäßig integriert – weitere Sicherheitskomponenten individuell planbar
- Betriebssicherheit: automatisches Absenken bei Stromausfall – Zufahrt im Notfall jederzeit möglich
Automatische Polleranlagen können je nach Anforderung auch mit einzelnen, mechanischen Elementen kombiniert werden. Herausnehmbare oder manuell umklappbare Absperrpfosten bieten eine praktische Ergänzung für seltener genutzte Zufahrten oder Nebenbereiche, bei denen eine elektronische Steuerung nicht erforderlich ist.
Bei Gausmann begleiten wir Ihr Projekt von der ersten Idee bis zur Installation – zuverlässig, praxisorientiert und mit einem klaren Blick für alle relevanten Details. Nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf und erfahren Sie mehr über uns und unser Service-Angebot.
FAQ: Häufige Fragen zu versenkbaren Pollern
Im Folgenden haben wir einige der häufigsten Fragen zu Pollersystemen für Sie zusammengetragen.
Inwiefern unterscheiden sich Poller von elektrischen Schrankenanlagen?
Schrankenanlagen dienen in erster Linie der Zufahrtskontrolle, beispielsweise auf Parkflächen oder Firmengeländen. Sie sind schnell installiert, wirtschaftlich im Betrieb und lassen sich im Schadensfall leicht instandsetzen. Polleranlagen verfügen über im Boden versenkbare Edelstahlzylinder, die eine physische Barriere bilden und Zufahrten vor unbefugter Nutzung oder Anfahrbelastung schützen. Durch den aufwendigeren Tiefbau und die integrierte Antriebstechnik sind sie in der Anschaffung teurer, aber robuster und optisch unauffälliger.
Wie funktioniert die Steuerung eines Pollersystems?
Jede Anlage wird über eine zentrale Steuereinheit geregelt. Diese verbindet die Antriebseinheiten mit Zutritts- und Sicherheitselementen und ermöglicht bei Bedarf die zeit- oder ereignisabhängige Ansteuerung einzelner oder mehrerer Poller gleichzeitig.
Wie ist die Sicherheitsausstattung eines Pollersystems aufgebaut?
Jede Polleranlage ist mit einem aktiven Sicherheitssystem ausgestattet. Optische und akustische Signale sowie ein Druckwächter gehören zum Standard. Je nach Anwendungsfall wird zusätzlich ein Erkennungssystem – etwa Induktionsschleife, Lichtschranke, Laser oder Radarsensor – verbaut, um den Gefahrenbereich zuverlässig abzusichern.
Wie hoch ist der Wartungsaufwand für versenkbare Poller?
Pollersysteme besitzen wartungsarme Hydraulikaggregate. Die Wartungsintervalle entsprechen in etwa denen von Schrankenanlagen. Das bedeutet, dass auch sie mindestens einmal im Jahr überprüft werden sollten. Im Schadensfall ist der Aufwand höher, da die Technik bodenbündig verbaut ist und ein Eingriff meist Tiefbauarbeiten erfordert.