Poller: Bewährte Absperrlösungen für Parkplatz, Privatgrundstück und angrenzende Straßen
Gerade im städtischen Bereich nimmt der Straßenverkehr kontinuierlich zu – und damit auch die Anforderungen an die Verkehrssicherheit sowie eine geregelte Verkehrsführung: Immer mehr Autos sind unterwegs, die immer mehr Parkraum für sich beanspruchen. Gleichzeitig müssen Fußgänger und Fußgängerinnen vor dem fließenden Verkehr geschützt werden.
Moderne Zufahrtsregelungen und Zugangssysteme wie Schranken und Drehkreuze, Fahrbahnschwellen sowie Poller und Absperrpfosten bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, um öffentliche Straßen, private Zufahrten oder auch gewerblich genutzte Flächen zuverlässig abzusichern.
Während elektrische Schranken Zufahrten gezielt kontrollieren und sich automatisch öffnen oder schließen lassen, sperren Poller oder Absperrpfosten, bestimmte Bereiche mehr oder weniger dauerhaft ab, bieten aber dennoch eine gewisse Flexibilität. So können Poller sowohl fest installiert als auch herausnehmbar oder klappbar sein– und lassen sich dadurch an wechselnde Einsatzbedingungen und Situationen anpassen. Das gilt sowohl bei privater oder gewerblicher Nutzung als auch für Poller im öffentlichen Raum.
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Definition und Begriffsabgrenzung: Was ist ein Poller?
In der Straßenverkehrsordnung (StVO) werden Poller und Absperrpfosten üblicherweise als „Sperrpfosten“ bezeichnet. Sie dienen der Markierung und Abgrenzung bestimmter Bereiche im Straßenverkehr, zum Beispiel von Fußwegen oder Parkflächen. In der Regel bestehen sie aus Stahl, Aluminium, Beton oder Gummi.
Im Straßen- sowie im Garten- und Landschaftsbau hat sich mitunter eine genauere Differenzierung etabliert:
- Absperrpfosten ist hier die übergeordnete Bezeichnung für alle Arten von Pfosten, die Wege oder Flächen voneinander trennen.
- „Poller“ meint dagegen oft dekorative, das Stadtbild prägende Absperrelemente.
Im alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Poller“ und „(Absperr-) Pfosten“ häufig synonym verwendet, unabhängig davon, ob es sich um rein funktionale Sperrpfosten oder um dekoratives Stadtmobiliar handelt.
Pfosten ist nicht gleich Pfosten: Welche Poller-Arten gibt es?
Egal ob als Absperrung vor einer Fußgängerzone, für die Einfahrt eines Parkplatzes oder vor einem Privatgrundstück: Poller bzw. Pfosten sind aus der modernen Verkehrsplanung nicht mehr wegzudenken. Je nach Form, Funktionsweise und Verschlussart unterscheidet man dabei verschiedene Arten von Pollern.
Rund, eckig, stilvoll: Formen und Größen bei Absperrpollern
Bei der Konstruktion und Installation eines Straßenpollers spielen Form und Abmessung eine zentrale Rolle, sowohl was die spätere Stabilität und Funktionalität als auch die Optik des Pfostens angeht:
- Runde Poller zeichnen sich durch eine besonders stabile Bauform aus, die Stöße und Belastungen gut aufnimmt. Sie werden daher häufig in Zufahrtsbereichen eingesetzt, also dort, wo eine widerstandsfähige Absicherung erforderlich ist.
- Eckige Poller kommen vor allem in kommunalen Anlagen zum Einsatz. Quadratische Modelle mit 70 × 70 mm-Profil und Dreikantverschluss gelten vielerorts als Standardvariante.
- Stilpoller bestehen häufig aus einem Aluminiumguss, sind konisch geformt oder mit Zierelementen versehen. Diese Art von Poller findet man überwiegend in Fußgängerzonen oder historischen Stadtteilen.
Rund, eckig oder „mit Stil“: Moderne Poller decken eine große Bandbreite an Anwendungsgebieten ab – von funktionalen Absperrungen bis hin zu dekorativen Elementen für eine ansprechende Stadtgestaltung.
Stationär vs. flexibel: Funktionsweisen und Bauarten
Ob ein Poller fest installiert oder flexibel montiert wird, hängt unmittelbar vom gewünschten Einsatzzweck ab. In der Praxis wird zwischen folgenden Bauarten unterschieden:
- Ortsfeste Poller werden im Boden verankert und sind tendenziell für eine dauerhafte Nutzung ausgelegt. Sie gelten als besonders stabil, wartungsarm und widerstandsfähig.
- Herausnehmbare, klappbare oder manuell versenkbare Poller finden vor allem dann Anwendung, wenn Zufahrten zeitweise geöffnet werden sollen.
Klappbare Modelle sind zwar auch im Boden verankert, lassen sich jedoch nach vorne oder hinten umlegen.
Herausnehmbare Varianten stecken stattdessen in einer Bodenhülse und können bei Bedarf vollständig entfernt werden. Um Stolperstellen zu vermeiden, kann die leere Hülse mit einer Abdeckung versehen werden. Eine zweite Hülse ermöglicht hier ein geschütztes Abstellen des Pfostens bei Nichtbenutzung. Es gibt aber auch Kombimodelle, die so konstruiert sind, dass sie sich sowohl umlegen als auch herausnehmen lassen.
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Gut gesichert: Verschlussarten im Überblick
Unter Berücksichtigung vom konkreten Einsatzort und dem erforderlichen Sicherheitsniveau können Poller mit unterschiedlichen Schließsystemen ausgestattet werden.
Für Feuerwehrzufahrten hat sich beispielsweise ein Dreikantverschluss bewährt, der mit dem standardisierten Hydranten-Schlüssel geöffnet wird und im Einsatzfall einen besonders schnellen Zugang ermöglicht. Höheren Schutz bieten Poller mit individualisierbaren Profilzylindern, eine gängige Lösung für private oder gewerbliche Zufahrten. Eine einfachere Variante ist der Rundzylinder, der häufig in automatisierten Anlagen Verwendung findet. In kommunalen oder industriellen Bereichen kommen dagegen oft kostengünstige Vorhängeschlösser zum Einsatz.
Abgesehen davon besteht auch die Möglichkeit, mehrere Schließmechanismen miteinander zu kombinieren, sodass ein und derselbe Poller von verschiedenen Nutzergruppen bedient werden kann.